Wassermenge und Regengabe berechnen

Wie viel Wasser muss die Pumpe liefern, damit eine Fläche rechtzeitig beregnet ist? Und wie viele Millimeter bringt ein Regner in einer bestimmten Zeit aus? Beide Fragen beantwortet der Rechner auf dieser Seite.

Sie geben Fläche, Regengabe und Betriebszeit ein. Der Rechner zeigt sofort das Ergebnis und den Rechenweg mit Ihren Zahlen.

Wassermenge und Regengabe berechnen

Wie viel Wasser braucht die Fläche pro Stunde, und wie viele Millimeter bringt der Regner aus?

1. Wasserbedarf der Anlage

Berechnet, wie viele m³ pro Stunde Pumpe und Leitung liefern müssen, damit die ganze Fläche im gewählten Turnus beregnet ist.

ha
mm
1 mm = 1 Liter pro m²
Tage
Zeit, bis die ganze Fläche einmal beregnet ist
h
Wasserbedarf–
entspricht–
Wassermenge je Turnus–

Bitte in allen Feldern eine Zahl größer als 0 eingeben.

2. Regengabe des Regners

Berechnet, wie viele Millimeter ein Regner oder eine Beregnungsmaschine auf die beregnete Fläche bringt.

m³/h
h
m
m
meist der Hydrantenabstand
Regengabe–
Beregnungsintensität–
Beregnete Fläche–

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So rechnet der Rechner

Grundlage ist die Umrechnung von Niederschlag in Wassermenge: 1 mm Regengabe entspricht 1 Liter pro m² oder 10 m³ pro Hektar.

Wasserbedarf in m³/h

Wasserbedarf = Fläche (ha) × Regengabe (mm) × 10 ÷ (Turnus (Tage) × Betriebszeit (h/Tag))

Beispiel: 20 ha sollen alle 7 Tage 25 mm bekommen, die Anlage läuft 20 Stunden am Tag. 20 × 25 × 10 = 5.000 m³ Wasser je Turnus. Verteilt auf 7 × 20 = 140 Betriebsstunden ergibt das 35,7 m³/h oder 9,9 l/s. So viel müssen Pumpe und Zuleitung dauerhaft liefern.

Regengabe in mm

Beregnungsintensität (mm/h) = Wasserverbrauch (m³/h) × 1.000 ÷ beregnete Fläche (m²)
Regengabe (mm) = Beregnungsintensität (mm/h) × Beregnungsdauer (h)

Beispiel: Eine Beregnungsmaschine verbraucht 30 m³/h und beregnet einen Streifen von 400 m × 72 m = 28.800 m². Das ergibt 1,04 mm pro Stunde. Nach 10 Stunden sind 10,4 mm ausgebracht.

UmrechnungWert
1 mm Regengabe1 l/m² = 10 m³/ha
1 m³/h0,278 l/s
1 ha10.000 m²

Der Wasserbedarf ist die Fördermenge, die die Pumpe mindestens liefern muss. Für den nötigen Pumpendruck zählt zusätzlich der Druckverlust in Schläuchen und Kupplungen. Er lässt sich mit dem Rechner für den Druckverlust in Flachschläuchen ermitteln. Passende Pumpen finden Sie in der Kategorie Wasserpumpen.

Regengabe in Millimetern: was die Zahl bedeutet

Die Regengabe gibt an, wie hoch das Wasser auf einer ebenen Fläche stehen würde, wenn nichts versickert oder verdunstet. 1 mm entspricht 1 Liter pro Quadratmeter.

Auf einen Hektar gerechnet sind das 10 m³. Eine Regengabe von 25 mm auf 1 ha braucht also 250 m³ Wasser.

Der Wasserbedarf bestimmt Pumpe und Leitung

Der Wasserbedarf in m³/h ist die Fördermenge, die Pumpe und Zuleitung während der Betriebszeit mindestens liefern müssen. Er sagt noch nichts über den nötigen Druck.

Für den Pumpendruck zählen 3 Dinge:

  • der Betriebsdruck, den Regner oder Beregnungsmaschine brauchen
  • der Druckverlust in Leitungen, Schläuchen und Kupplungen
  • der Höhenunterschied zwischen Wasserquelle und Fläche

Worauf es bei der Pumpenwahl ankommt, erklärt der Beitrag Welche Wasserpumpe für die landwirtschaftliche Beregnung?.

Je mehr Wasser pro Stunde durch eine Leitung fließt, desto größer wird der Druckverlust. Ein hoher Wasserbedarf braucht deshalb auch einen größeren Leitungsdurchmesser.

Turnus und Betriebszeit bestimmen die Größe der Anlage

Wasserbedarf, Turnus und Betriebszeit hängen direkt zusammen. Halbiert sich die tägliche Betriebszeit, verdoppelt sich der Wasserbedarf pro Stunde.

Im Beispiel des Rechners sind das 35,7 m³/h bei 20 Stunden Betrieb pro Tag. Läuft die Anlage nur 10 Stunden, braucht sie 71,4 m³/h. Dasselbe passiert, wenn der Turnus von 7 auf 3,5 Tage sinkt.

Wie viel Wasser eine Kultur braucht und wann sie es braucht, lesen Sie in den Beiträgen zu Kartoffeln bewässern und Mais bewässern.

Beregnungsintensität und Boden passen zusammen

Die Beregnungsintensität in mm/h zeigt, wie schnell das Wasser auf den Boden kommt. Ist sie höher, als der Boden aufnehmen kann, bilden sich Pfützen oder das Wasser fließt oberflächlich ab.

Leichte, sandige Böden nehmen Wasser schneller auf als schwere, tonige Böden. Auf schweren Böden und in Hanglagen hilft eine niedrigere Intensität. Eine große Regengabe lässt sich außerdem auf mehrere Durchgänge aufteilen.

Der Rechner rechnet mit der ausgebrachten Wassermenge. Verluste durch Wind und Verdunstung sind nicht berücksichtigt. Am Boden kommt deshalb etwas weniger an.

Fazit

Mit Fläche, Regengabe, Turnus und Betriebszeit berechnen Sie den Wasserbedarf der ganzen Anlage. Mit Wasserverbrauch, Dauer und beregneter Fläche berechnen Sie die Regengabe eines Regners.

Beide Werte sind die Grundlage für die Wahl von Wasserpumpen, Regnern und Beregnungsmaschinen. Bei der Planung hilft Ihnen das irripart24-Team gern über das Kontaktformular.